Geld für die Guten

Gestern bei Maybritt Illner, oder es war bei Günter Jauch, habe ich gelernt, das Herr Varoufakis 25.000€ für einen Vortrag erhält. 

Das ist für die Show die er liefert wohl so angemessen, wie die Honorare für Peer Steinbrück seinerzeit. Er bekommt, was er dem Publikum wert ist. Das ist ok.

Ich würde nur gerne wissen wohin dieses Geld, besonders bei Vorträgen außerhalb Griechenlands, überwiesen wird. Ich möchte wissen, ob er dafür vielleicht ein Konto außerhalb Griechenlands hat. Nur aus technischen Gründen – logisch. 

Unideologisch und lesenswert

Griechenland eine Analyse und Ausblick auf Optionen in der Zukunft.

Griechenland leidet im Kern vor allem unter institutioneller Dysfunktionalität und einer schweren Deformation der Produktionsstrukturen. Diese sind massiv zugunsten eines überdimensionalen Konsumsektors verzerrt. Letzterer war nur solange lebensfähig, wie dem Land fortwährend neue Kaufkraft auf dem Kreditwege vom Rest der Welt zur Verfügung gestellt wurde.

Aus: Zwischen GREMAIN und GREXIT: Euroraum in der Bewährungskrise – Institut für Weltwirtschaft, Kiel

Der ganze Text hier.

Selektive Wahrnehmung

Griechenland. Im Fernsehen wird zum Börsenfachmann geschaltet, um sich über die Auswirkungen der griechischen Krise auf den Aktienmarkt berichten zu lassen. Es kommt der zu erwartende Beitrag: Der Mann berichtet, dass die Kurse wegen der Griechenlandkrise um ein, zwei oder vielleicht drei Prozent gesunken sind. 

Stimmt das? Ich meine nicht ob die Kurse gefallen sind, sondern ob das etwas mit Griechenland zu tun hat.

Wir sind im Moment mit unserem Blick auf Griechenland fixiert, also ist in unserer Wahrnehmung alles was passiert eine Folge der Ereignisse in Griechenland. Wir sehen das zwei Dinge gleichzeitig passieren, von denen eines unsere Wahrnehmung voll in Anspruch nimmt, und erkennen sofort einen vermeindlichen Zusammenhang. 

Aber so funktioniert die Welt nicht. Es ist nicht so, dass unsere Wahrnehmung die Realität schafft. 

Wir sehen nach Griechenland und meinen eine Ursache für sinkende Aktienkurse zu erkennen, aber gleichzeitig blenden wir anderes aus. 

Aktienmarkt im Sinkflug
Chinas Baisse wird zur nationalen Krise

Quelle

Job-Boom in den USA hält an.

Quelle

Saudischer Prinz Walid verschenkt Vermögen
Umgerechnet 29 Milliarden Euro sollen einer Hilfsorganisation zugute kommen.

Quelle

Hätten wir nicht gerade Griechenland fest im Blick wùrde der Mann im Frankfurter Börsensaal sicher von China reden, dem Risiko unserer Wirtschaft durch einen denkbaren Börsecrash in China, oder der Jobentwicklung in den USA als wichtigem Konjunkturzeichen. Vermutlich hätte er Recht, wenn wir nicht vielleicht gerade noch etwas anderes übersehen. 

Griechenland

Maggie Thatcher:

 ‘Problem with socialism is they eventually run out of other people’s money’

Alles ist irgendwie Demokratie, alles verhandelbar, alles per Mehrheitsentscheidung herstellbar. Warum sollen die Griechen nicht darüber abstimmen, wieviel Geld ihnen aus Europa zufließen soll? … irgendwie hängt alles mit allem zusammen, nur nicht mit Logik.

Quelle

Westgeld

Regierungserklärung der Kanzlerin heute.

Ein gutes Zeichen für Europa. Frau Merkel macht klar, dass Regeln  und Absprachen gelten. Ich habe heraus gehört, dass es für Griechenland keine Sonderrolle mit deutscher Unterstützung geben wird. 

Das wird den Euro stärken, nicht schwächen, auch wenn Griechenland dabei verloren geht. Nicht eine griechische Pleite gefährdet den Euro, sondern eine Erpressbarkeit  der EU und eine Beliebigkeit in den Entscheidungen Europas. 

Das nächste Land für das dies ein Hinweis sein kann, auch das wurde von Fr. Merkel angesprochen, ist Großbritannien. Es gibt Vereinbarungen in der EU die ihren gemeinschaftlichen Überzeugungskern außerhalb einer Wirtschaftsunion ausmachen. Ein Kern von Vereinbarungen, die unverzichtbar sind. 

Bleibt Europa hart, dann wird Griechenland eine Form von Parallelwährung einführen (müssen), in der staatliche Leistungen gewährt werden. Damit wird es das bekannte Problem geben: Niemand wird dafür freiwillig etwas verkaufen. Also muss der Handel dazu verpflichtet werden. Das wird dazu führen, dass viele Waren einfach nicht mehr da sein werden, oder es sie nur noch unter dem Ladentisch gegen “Westgeld” also Euros geben wird. 

Um den Wert der staatlichen Gutscheine, eigentlich schon Lebensmittelmarken, aber wenigstens einigermaßen zu garantieren bedarf es einer Zwangswirtschaft, die von der Erzeugung und vom Import bis zur Warenausgabe alles regelt. Also einer Planwirtschaft, was eine alte sozialistische Idee ist. 

In Griechenland herrscht eine sozialistische Partei. Warum also soll es nicht so sein, dass sie diesen Systemwechsel will, um endlich aufräumen zu können? Fraglich  ist nur, ob die neue (sozialistische) Ordnung nach dem großen Umbau, dem Aufräumen besser ist als das verlotterte System davor. 

Alle Erfahrung mit realsozialistischen Systemen spricht dagegen. 

Kramp-Karrenbauer und die Homoehe

Ich muss von Frau Kramp-Karrenbauer offenbar einen anderen Text gelesen haben als die wütenden und entsetzten Kritiker. 

Es geht nicht um die Diskrimmnierung irgendwelcher sexuellen Neigungen. Es geht nicht darum, ob Homo- und Heterosexuelle für normal, Bisexuelle, Polysexuelle und Intrafamiliasexuelle unnormalisch oder verwerflich sind. 

Der Kern des Problems ist, dass die geplante Regelung zur Homoehe die Ehe von der sexuellen Verbindung ablöst und auf ein rein soziales Bindungsversprechen, eine gegeseitige Verantwortung umstellt. 

Die Idee ist ja nicht falsch, aber sie bringt das Problem mit, dass es schwer werden wird andere von dem sozialen Bindungsversprechen ausschließen zu wollen eben weil es von seinem sexuellen Bezug befreit wird.

Das soziale Bindungsversprechen können sich natürlich auch Geschwister oder Gruppen geben. Das hat mit Inzest oder sexueller Moral nichts mehr zu tun, da Ehe dann eben ein rein sozialer, von der Sexualität unabhängiger bürgerlich rechtlicher Vertrag sein wird, dessen Ziel ein Bindungsversprechen ist, aber nicht die Regelung des sozialen Umfeldes einer sexuellen Beziehung. 

Damit wird das bisherige Familienverständnis aufgelöst und es spricht dann tatsächlich nichts dagegen, das Geschwister heiraten und Kinder adoptieren. 

Die Homoehe bringt die Entsexualisierung des Familienrechts. Die Änderung verlangt dann auch einen entsexualisierten Familienbegriff. Das würde eine ganz wesentliche Ändetung unseres Denkens verlangen, würde gesellschaftliche Strukturen grundlegend verändern. 

Man kann diesen Weg richtig oder falsch finden, aber auf die Folgen hinzuweisen sollte erlaubt sein, damit man weiß wohin man geht bevor man sich auf den Weg macht.

Vielleicht wäre es klug auch in der Homoehe den sexuellen Bezug zu implementieren. Das wäre dann aber wieder die alte bürgerliche Moral, nur etwas aufgebohrt. 

Spießer überall Spießer!

Kinderficker-Partei?

Wenn man die Katholische Kirche als “Kinderficker-Sekte” bezeichnen darf, dann haben wir jetzt auch eine Kinderficker-Partei?

Katholische Kirche darf “Kinderficker-Sekte” genannt werden.
Quelle: law-blog

Die Grünen müssen den Tätern ein Gesicht geben

Es ist die grüne Partei insgesamt. Sie hat eine spezifische Neigung zur Grauzone. Der Pädophilen-Skandal der Grünen ist der Skandal einer Partei, die außergesetzliche Zustände mit Heilsversprechen legitimiert und die eigenen Netzwerke über die staatlichen Institutionen stellt.  

Schmierige Strukturen –
Was die Pädophilie mit der grünen Politikdoktrin zu tun hat. 

Als Ergänzung meines Beitrags:
Von Moralisten, Weltverbesseren, Gerechten und Kinderfickern.

Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche ist ein Phänomen, das seit Mitte der 1990er Jahre weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Die Sensibilisierung für das frühere Tabuthema hat viele Opfer ermutigt, selbst noch 30 oder 40 Jahre nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen.

Die Grünen stehen natürlich an der Seite der Opfer. Die Grünen geißeln diesen Missbrauch scharf und mit hohem moralischen Anspruch.

So sagte Claudia Roth in der Pädophiliedebatte:

Von all denen müssen wir Grüne uns nicht sagen lassen, was Moral ist und was verantwortungsvolles Handeln ist.

Na dann schaun wir mal. Sicher können andere von dem Beispiel der Grünen lernen was verantwortungsvoller Umgang mit eigenen Verfehlungen ist. 

Sicher werden “Die Grünen” zügiger und höher als die katholische Kirche die Opfer entschädigen. 

Die Geschchte vom bösen Wolf. Böser Wolf? Niemals!

Deutschland wäre nicht es selbst, wenn der Wolf hier nicht schon lange erwartet worden wäre. Es gibt Wolfsbetreuer, Rissgutachter, Sachverständigenräte, Förderrichtlinien, Runde Tische, Wolf-Zentren, Entschädigungspläne und das sogenannte Lupus-Institut im sächsischen Spreewitz …

Quelle: FAZ.net

Trotz vieler Bemühungen würden immer noch viele Menschen nicht mit ihren Kindern in den Wald gehen, wenn es dort Wölfe gäbe. Diese Angst vor dem Wolf entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.

Quelle: NABU-NRW

Der Wolf ist ein Schaf im Wolfspelz, ungefährlich, freundlich, nicht an Menschen interessiert. Natürlich darf er nicht angefüttert werden, dann könnte er sich gewöhnen, die Scheu verlieren. Natürlich könnte es durch Fehlverhalten der Menschen schon mal einen Problembärwolf geben. 

Aber es gibt keine Gefahr durch Wölfe, alles Ammenmärchen. 

Der Kot der Wölfe verrät, was die Tiere fressen: Rehe machen mehr als die Hälfte ihrer Nahrung aus. Hinzu kommen Rothirsche, Wildschweine, Hasen und nur in seltenen Ausnahmefällen auch Haustiere.

Quelle: Bericht Welt.de

Dann bleiben da neben den genannten Beutetieren noch 0,5% Sonstiges. 

Ich bin gespannt wann der erste Mensch, natürlich aufgrund seines eigenen Fehlverhaltens, also aus eigener Schuld, zu den 0,5% gehört.  

Ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. 
Ich habe Zweifel daran, dass es klug ist größere Rautiere hier in unserer Kulturlandschaft wieder wilkommen zu heissen. 

BER in Halle/Leipzig

Man kann ja von dem brandenburgischen Ex-Ministerpräsidenten Stolpe halten was man will. Aber wo er Recht hatte, da hat er hier noch heute Recht. 

Einchecken in Tempelhof, mit dem Transrapid nach Halle/Leipzig. Statt eines neuen Haupstadtflughafens. 
Das ist eigentlich ein alter Hut.

Der Berliner Tagesspiegel nimmt hier das Thema auf, auch wenn es heute wohl zu spät für die gute alte Idee ist, obwohl Die Lage und die aktuelle Verkehsanbindung den Ansprüchen einer Größdisko wohl nicht genügen würden. 

Die Mitteldeutsche Zeitung brachte das Thema 2005 nocheinmal ins Gespräch. Interessant auch die Kosten um die damals spekuliert wurde und die Auffassungen darüber, wann der Flughafen eröffnet wird. 

Geplant waren 2 Milluarden und die Eröffnung 2007. 
Heute soll der Flughafen rund 6.000.000.000,- € (6Milliarden) kosten und wird ganz bestimmt im September 2017 fertig.