Im Rudel der Weltmächte

 

Transscript zum Video:

Warum braucht Russland ein starkes Militär?
Zu Sowjetzeiten war Russland zwischen den Weltmächten Gleicher unter Gleichen. Es gab eine Balance der Weltmächte. Doch das änderte sich mit dem Zerfall der Sowjetunion. Die unterschiedlichen Mächte, USA, China, Russland, entwickelten sich unterschiedlich. Russland verlor seine Weltmachtposition. Russland wurde krank und schwach, andere wurden überlegen.

Es zeigte sich, dass der russische Charakter, die Größe des Landes allein nicht ausreichten um Weltmacht zu bleiben. Die Kraft und Härte der Sowjetunion waren verloren.

Um die Stellung im Zusammenspiel der Weltmächte zu erhalten brauchte Russland Instrumente, um seine Kraft, seine Stärke wieder finden. Eine Kraft die andere beeindruckt. Diese Kraft müssen andere auch sehen und spüren, nur so kann ich meine, Russlands Stellung unter den Führern der Welt erhalten und ausbauen.

Interessant ist auch, dass Putin nur Männer auf die Matte wirft die kleiner sind als er. Nicht weil er schwache Gegner sucht, sondern um zu zeigen, dass er nicht klein ist. Wahrscheinlich weil er eben klein ist.
„Besiegen“ darf ihn nur eine Frau, weil die ohnehin kein Gegner ist.

Europa ist gescheitert? Der Euro ist gescheitert? Die Freizügigkeit ist gescheitert?

Eurokrise, Armutszuwanderung zwei Themen die noch immer oder auch immer wieder die Gemüter bewegen.

Die AfD will den Euro abschaffen, Duisburg verzweifelt an der Armutseinwanderung in seine Sozialbehörden.

Beweise für ein gescheitertes Europa?
Nein, ein Beweis für politische Dummheit.

Ich glaube wir übersehen das eigentliche Problem.

Das Problem ist nicht die Freizügigkeit, es ist nicht der Euro, es ist etwas anderes, es ist die Definition des Begriffs “Europa”.

Es sind Länder aufgenommen worden, die zwar geographisch zu Europa zählen, die aber nicht zum gleichen Wirtschafts- und Sozialraum gehören.

Bei der Schaffung Europas würde das Gebot der Gleichheit der Partner deutlich unterbewertet, gleichzeitig wurde die Erfüllung der Beitrittskriterien in den “Problemländern” solange schöngeredet, bis alles passte, was politisch gewollt war.

Eine übliche Vorgehensweise zur Verdrängung der Realität. Das rächt sich jetzt.

Es ist nicht die “Idee Europa” die scheitert, sondern eine realitäts- und damit bürgerferne Politik.

Die Brutalität der “Streikräfte” des Islamischen States ist nicht ohne Vorbild

“Unsere Stärke ist unsere Schnelligkeit und unsere Brutalität. Dschingis Chan hat Millionen Frauen und Kinder in den Tod gejagt, bewußt und fröhlichen Herzens. Die Geschichte sieht in ihm nur den großen Staatengründer. Was die schwache westeuropäische Zivilisation über mich behauptet, ist gleichgültig. Ich habe den Befehl gegeben – und ich lasse jeden füsilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert – daß das Kriegsziel nicht im Erreichen von bestimmten Linien, sondern in der physischen Vernichtung des Gegners besteht. So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken.”

Mitschrift einer Ansprache Hitlers vor Offizieren der Wehrmacht, 22. August 1939

http://library.fes.de/library/netzquelle/zwangsmigration/32ansprache.html

Nationalsozialistische Vereinigungspolitik

„Heim ins Reich“ war das Motto, unter dem das nationalsozialistische Deutschland eine Politik des Erwerbs jener Gebiete betrieb, die ans Deutsche Reich angrenzten und in denen es eine (mehrheitlich) deutsche Bevölkerung gab. Diese Politik betraf Österreich, das Sudetenland, Danzig sowie Teile Polens, besonders Posen, Westpreußen und Ostoberschlesien. Diese Politik war Bestandteil der Revision des Versailler Vertrages, über dessen Bestimmungen sich Berlin auch in anderen Bereichen hinwegsetzte.

Das Ziel war „Großdeutschland“, das alle in Mitteleuropa lebenden Deutschen in sich vereinigen sollte. ‚Großdeutsches Reich‘ war der offizielle Name Deutschlands nach dem „Anschluß“ Österreichs im März 1938. Die „Heim ins Reich“-Politik führte im Fall von Westpreußen („Korridor“) und Danzig in den Zweiten Weltkrieg, auch wenn die tiefere Motivation Hitlers noch viel weiter ging.

http://www.deutscheundpolen.de/themen/thema_jsp/key=heim_ins_reich.html

Irgendwie klingen manche Argumente heute ähnlich wenn es um die Ukraine geht.

Der real existierende … Traum von einer anderen Wirklichkeit

Früher gab es eine Debatte um den Sozialismus.
Da gab es die Anhänger des Sozialismus, die ihn als Rettung der Welt und Quelle von Wohlstand und Gerechtigkeit sahen.

Die Gegner verwiesen auf die DDR, die Sowjetunion, gescheiterte Versuche in Südamerika. Die Gegner wiesen darauf hin, dass der Sozialismus stets Unterdrückung, wirtschaftlichen Niedergang und eine Verschlechterung der Lebensumstände mitbringt.

Da die Probleme in den sozialistischen Staaten nicht zu leugnen waren, wollten auch die glühendsten Anhänger fast nie in den sozialistischen Staaten leben, sondern forderten stets die Einführung im eigenen Land.

Der Sozialismus der DDR, der Sowjetunion, der Kubas wurden schnell als Fehlentwicklungen, als Missbrauch verurteilt, das sei nicht der wahre Sozialismus. Es sollte natürlich immer ein anderer, ein besserer Sozialismus sein als der “real existierende Sozialismus”.

Der alte Trick funktioniert wieder. Der Islam ist eigentlich eine Friedensreligion, die wir begrüßen und mit offenem Herzen aufnehmen sollen.

Natürlich nur den wahren, den richtigen Islam, nicht den real existierenden, dann der ist ja nicht der wahre Islam.

Kann nicht einfach mal was richtig sein?

Heizen mit Holz, genauer mit Holzabfällen mit zu Pellets gepressten Sägespänen, mit Hackschnitzeln ist ökologisch, CO2-neutral kurz umweltfreundlich und zu dem noch preisgünstig.
Holz ist ungiftig und der wohl natürlichste aller natürlichen Brennstoffe.

Pelletheizungen sind außerdem fast so praktisch wie Öl- oder Gasheizungen, man muss nur ab und an die Pellets im Lagerraum ein bisschen “durchschütteln”, damit sie nicht verkleben.

Alles perfekt, sollte man denken, klingt logisch.
Stimmt aber nicht, denn in den Lagerräumen kann sich giftiges Gas bilden, aus den Pellets ausgasen.

Chemische Zusatzstoffe? Nein leider nicht, sondern ein natürlicher Vorgang.
Darauf weist das amtliche “Bundesinstitut für Risikobewertung” hin.

Bei der Herstellung werden durch das Zerkleinern, Erwärmen und Trocknen des Holzes bzw. der Späne Autooxidationsprozesse bei bestimmten Holzbestandteilen in Gang gesetzt. Aus ungesättigten Fettsäuren entstehen beispielsweise Gase wie das gesundheitsschädliche Kohlenmonoxid (CO) und verschiedene Aldehyde. Noch Monate nach der Herstellung können die Pellets diese Gase freisetzen.

Hier der Link zur Risikobeschreibung.

Es wird also vermutlich bald Vorschriften zur Lagerung und Belüftung von Holzpellets und Hackschnitzeln geben. Vorschriften über Belüftungsanlagen, über Warngeräte, passende Versicherungen, Vorschriften den Auslass der Gase und die erforderlichen Abstände zu Orten an denen sich Menschen aufhalten.

Warum kann etwas, das so perfekt erscheint nicht einfach mal ohne einen Pferdefuß daherkommen?

Zeitenwende

Es war am 21. Dezember 1991 in Alma-Ata als das Stück Geschichte seinen quasi offiziellen Anfang nahm, das wir heute erleben. Die Auflösung der Sowjet-Union.
Es war das formelle Ende des kalten Krieges, einer der bestimmenden Machtblöcke der Welt hörte auf zu existieren. Ihm folge Russland, aber das ist bis heute nicht annähernd von der Bedeutung der Sowjet-Union.

Bis dahin gab es zwei Weltmächte die sich gegenüber standen, die die Welt in ihre Einflussbereiche aufteilten. Vereinfacht nannte man das den Ost-West-Konflikt. Kleine Länder mussten sich entscheiden, folgen wir Moskau oder folgen wir Washington. Beide Mächte machten all ihren Einfluss geltend, um einzelne Länder in diesem Schema zu halten.

Dies hatte auch zur Folge, dass sich Diktaturen in Staaten an der Macht halten könnten, die letztlich künstliche Gebilde waren, die nichts mit natürlichen Grenzen, nichts mit Volks- oder Kulturzugehörigkeiten zu tun hatten. Viele diese Staaten, besonders im arabischen und afrikanischen Raum, entstammten noch der europäischen Kolonialzeit. Die Staaten selbst und deren Grenzen wurden von den Kolonialmächten geschaffen. Sie entsprachen eher den Kolonialgebieten als den ursprünglichen Volks- oder Kulturzugehörigkeiten. Ihre Regierungsform war eine diktatorische Scheindemokratie.

Dies trifft auf praktisch alle arabischen Staaten zu, ebenso auf die meisten Staaten in Afrika.
Die Diktatoren von Syrien bis Libyen und runter bis Südafrika bezogen ihre Macht wesentlich aus dem gegenüber der Blöcke. Die Diktatoren und ihre Staaten waren Folge des Ost-West-Konflikts, sie konnten sich nur halten, weil sie damit drohen konnten das Lager zu wechseln, die Machtverhältnisse der Blöcke zu verschieben.

Mit dem Wegfall des Ost-West-Konfliktes zerbrachen auch die Machtstrukturen dieser Staaten. Diese Diktatoren wurden nicht mehr gebraucht. Was dem folgte nannte man für kurze Zeit den “arabischen Frühling”, ein Aufblühen von Demokratie und westlichen Werten. Diese westlichen Werte sind aber nicht in der Bevölkerung, nicht in deren Tradition verankert, sondern ebenso aufgesetzt, wie die Grenzen und die Regierungen.

Die notwendige Folge ist der Zerfall aller geordneten staatlichen Strukturen, Chaos und Bürgerkrieg. Was wir heute erleben ist die Neuordnung der Welt ohne eine erzwungene, von aussen vorgegebene Struktur. Es ist nichts anderes als das, was schon immer dort war, nur unterdrückt wurde.

Es ist wohl die größte Revolution der neueren Geschichte, und es wäre vermessen, wenn wir glaubten dort mit unseren Werten etwas erreichen zu können. In all diesen Gebieten gibt es nur eine offensichtliche Gemeinsamkeit, den radikalen Islam mit dem Ziel eines Gottesstaates und der Scharia als Grundlage allen Handelns.

Dazu gehört auch die Feindschaft gegen alles “westliche”, alles das den eigenen Glaubenssätzen nicht entspricht. Dazu gehört es alles zu verteufeln, was aus dem westlichen Reich des Bösen stammt. Besonders alle westlichen Werte. Allen voran Freiheit, Demokratie, “westliche” Bildung und die Gleichwertigkeit und Gleichheit aller Menschen.

Aber natürlich gibt es da ein paar Ausnahmen, ein paar westliche Dinge, die gern genommen werden: Toyota-Jeeps, Kalaschnikows (ja, auch Russland ist in deren Sinn westlich), andere Waffen- und Fernmeldetechnik.

Wir sollten froh sein, dass diese Staaten oder Banden oder Terrorgruppen oder revolutionären Kämpfer westliche Bildung ablehnen, dass sie ausschließlich den Koran als Bildungsquelle anerkennen, denn dort steht nicht wie man all diese Gerätschaften bedient, baut oder repariert.

Wir stehen vor einer der größten Abfolgen von ethnischen Säuberungen und Mordwellen seit Jahren. Unsere Menschenrechte sind in all diesen Ländern nichts wert, ein Menschenleben ist in all diesen Ländern nichts wert, und es ist eine Illusion, wenn wir glauben etwas daran ändern zu können.

Es sei denn, wir wollten die Menschen dort militärisch zu ihrem von uns gemachten Glück zwingen. Wir sollten schlicht akzeptieren, dass dort unsere Vorstellungen von Gut und Böse nicht gelten, unser technisch-christlich geprägtes Weltbild dort nichts wert ist.

Es wird nicht anders gehen, als dass wir diesen uns so fremden Bestrebungen und Werten an unseren Grenzen Einhalt gebieten, diese Ideologie bei uns nicht zulassen. Mit mangelnder Religionsfreiheit, mit fehlendem Respekt und mangelnder Toleranz hat es wenig zu tun, wenn wir einer kriegerisch religiösen Ideologie die unsere Grundwerte verneint und unsere Lebensgrundlagen zerstören will massiv entgegen treten, nach innen und nach außen.

Irritieren Sie mich nicht durch Tatsachen!

„Bild“ stürzte Wulff mit einer Falschmeldung. Das kümmert aber keinen.
Christian Wulff musste aufgrund einer Falschmeldung der „Bild“-Zeitung als Bundespräsident zurücktreten. Es ist erstaunlich, wie wenig das bekannt ist und wie wenig das die Leute zu stören scheint.

Auch in einer Pressekampagne ist eben die Wahrheit das erste Opfer.
Es gilt: Irritieren Sie mich nicht durch Tatsachen, ich habe meine eigene Meinung.

Pflichtlektüre zum Fall Wulff von Stefan Niggemeier

Der damalige niedersächsische Justizminister Busemann erklärte, er sei an der Entscheidung über den Antrag auf Immunitätsaufhebung nicht beteiligt gewesen und habe auch keinerlei Weisungen an die Staatsanwaltschaft gegeben, er habe den Antrag aber letztlich unterschrieben.

Da fragt sich der Leser schon wofür es eine Unterschrift des Ministers brauchte? Es zeigt sich bis in die obersten Etagen der Verwaltung, dass sie sich als Rädchen im Getriebe sehen, das nicht selbst denken und entscheiden kann, das ja Vorgaben und Notwendigkeiten folgen muss.
Ich sag es.immer wieder: Das Bruder-Eichmann-Syndrom ist in Deutschland allgegenwärtig.

Es genügt, das Falsche, das man tut, lediglich zu akzeptieren und nicht auch persönlich zu wollen, um schuldig zu werden.

Mehr zu Wulff im Blog

60 Millionen ohne Industrie und Handel

Großbritannien, eine stolze Nation, ein Weltreich.

Rule, Britannia! Britannia rule the waves!
Britons never will be slaves.
The nations not so blest as thee,
Must in their turns to tyrants fall;
While thou shalt flourish great and free,
The dread and envy of them all.

Great Britain eine Legende, vom River Quai bis James Bond.
Great Britain mit der Königin, den Beatles, Manchester United, seinen berühmten Exzentrikern, dem schottischen Whisky und dem Plumpudding.

Magna Carta, Bill of Rights, nukleare Abschreckung, ständiger Sitz im Weltsicherheitsrat, Sieger im Zweiten Weltkrieg. Eine große Nation auf Augenhöhe mit USA, China, Russland und dem Rest der Welt.
Weltmacht eben.

Was aber ist wirklich noch übrig vom Weltmachttraum?

Ein in seinen sozialen Strukturen schwer angeschlagenes Land, eine durch zunehmende kulturell und zuwanderungsbedingte Identitätsprobleme verunsicherte Bevölkerung .

Ein deindustrialisiertes Land dessen Wirtschaftskraft auf dem Banken- und Versicherungssektor in seiner Hauptstadt beruht. Dessen letzte Industrien im Automobilbau nur noch Zweigstellen ausländischer Konzerne sind und dessen chemische Industrie längst internationalisiert ist.

Trotzdem ist es sich selbst genug, sieht sich als Inhaber eines Führungsanspruchs, will und braucht wohl zum Überleben Sonderrechte und einen Schutzstatus in der EU. Das Land lebt vom Mythos der Vergangenheit.
Dennoch drohen britische Politiker mit Austritt aus der EU, wenn die Sonderrolle, der britische Sonderstatus nicht anerkannt wird.

Wem drohen sie eigentlich und womit?
Was verliert die EU wenn GB geht?
Ich glaube nicht, dass die EU die Risiken einer Wirtschaft braucht, die außer Finanzdienstleistungen und deren zweifelhaften Risiken nichts mehr anzubieten hat.

Die Einzelstaaten in Europa sind Kleinstaaten und werden mit Blick auf den Rest der Welt in der Relation immer kleiner, immer unbedeutender und machtloser. Die wirtschaftliche Stärke Europas wird nicht mehr durch die Stärke der Einzelstaaten bestimmt werden, sondern durch die Stärke der Union.

Da haben die Britten eine andere Ansicht, was sie selbst angeht. Sie halten es wohl mit Schillers Tell: Der Starke ist am mächtigsten allein.

Es war das Empire, das sie stark gemacht hatte. Das ist aber Geschichte, es existiert nur noch in den Köpfen und in den Illusionen.
Großbritannien ist bestenfalls noch eine schwindende Mittelmacht von regionaler Bedeutung. Damit passt es eigentlich ganz gut nach Europa, denn das ist ein Sammelsurium ehemaliger Weltmächte.
Egal ob Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Niederlande oder eben Großbritannien.
Der Unterschied ist nur, dass die anderen es zum größten Teil schon wissen, dass die glorreichen Weltmacht-Zeiten vorbei sind.

Wenn die Britten glauben stark zu sein, alleine besser leben zu können, ich kann nur sagen: Gehn se mit Gott, aber gehn se, hier stehn se nur im Weg.