Beitrags-Archiv für die Kategory 'klein, aber ärgerlich'

“Independence Day” in Kopenhagen – Wo ist Metternich?

Samstag, 19. Dezember 2009 9:22

MetternichDie ganze Welt schaut auf den Kongress.
Der Kongress tanzt.

Diesmal nicht in Wien sondern in Kopenhagen
Diesmal geht es nicht um die neue Aufteilung Europas, sondern um die Rettung der Welt.

Fürst von Metternich wendet seinen Blick mit Grausen.

Das ist wohl das Interessante an dem Kopenhagener Kongress, dass hier zum ersten mal Weltpolitik im Gespräch aller mit allen gemacht wird. Es gibt zum ersten Mal einen gemeinsamen Gegner für alle. Der Gegner ist so wenig greifbar wie ein Alien und ebenso wenig mit Waffen, mit Gesetzen oder mit Geld zu besiegen wie ein Alien. [...]

Thema: Das ganze Leben und der Rest, klein, aber ärgerlich | Kommentare (0) | Autor: cws

Warmes Licht und kalte Verrechner

Samstag, 17. Oktober 2009 1:00

BirneBöse ist sie, ganz böse. So böse, dass sie verboten gehört, die gute alte Glühbirne. Sie verschwendet Energie, sie ist ein Klimakiller.

Sieht man ihr gar nicht an.

Aber eigentlich sagen es ihre Fans selber: Warmes Licht! – Warm eben.
Das Zauberwort ist Energieeffizienz. Die Birne ist völlig ineffizient: 100W Leistungsaufnahme, aber nur für 5 Watt Licht! Da sind 95% Verlust. Wirklich?
Verlust? Klar, der Rest geht doch als Wärme verloren. Abwärme eben. Abwärme? Klingt wie Unkraut. Unkraut gilt den Gegnern der Glühbirne als Unwort. Unkraut gibt es nicht, das ist eine Erfindung der Unkrautvertilgungsmittelproduzenten. Jedes Kraut ist wichtig, es ist Teil unserer Welt und alles hängt mit allem zusammen, wir brauchen die Artenvielfalt, wir brauchen jedes Kraut! Wir brauchen also auch die Glühbirne? [...]

Thema: klein, aber ärgerlich | Kommentare (0) | Autor: cws

Wurst aufbewahren – Ein Lob für die Plastikpelle

Mittwoch, 5. August 2009 10:27

Es ist ein Problem, dem sich jeder von uns immer wieder stellen muss. Solche Probleme erzeugen im Einzelfall nur einen kleinen Leidensdruck, aber weil sie immer wieder auftreten, cummulieren sie dann doch zu einer seelischen Belastung, die den Alltag empfindlich stören kann. Es geht also heute um die Wurst, die angeschnittene Wurst genau genommen. Wenn man sie einfach abschneidet bleibt eine Schnittkante, aus dieser quillt die Wurstmasse unkontrlliert heraus und sie ist der Umwelt im Kühlschrank ausgesetzt.

Wie feindlich ist diese Umwelt? Sie ist voller Feuchte, voller Bakterien, auch angereichert mit Schimmelsporen, besonders im Haushalt von Junggesellen. Also eine echte Gefahr! Eine Plastikdose intensiviert dieses Problem nur, weil sie ein noch kompakteres Mikroklima erzeugt.

Feuchte! Lebenselixier des Schimmels – Tod der Wurst!

Kein Grund zu verzweifeln! Die Lösung ist so einfach: Nicht abschneiden, auspressen und umknicken!
Genaue Hinweise gibt das Foto. Das hat natürlich nur Sinn, wenn die Wurst in einer Plastepelle steckt. Also idealerweise sollte man verstärkt auf Teewurst setzen. :-)

Thema: Meine bunte Welt, klein, aber ärgerlich | Kommentare (1) | Autor: cws

Die moderne Verwaltung und das Internet.

Montag, 27. Juli 2009 19:53

Ich betreibe eine kleine Internetseite, auf der ich versuche über die Leistungen/Voraussetzungen und Probleme mit der Pflegeversicherung zu informieren.

Es reicht heute nicht mehr, wenn man die Infos sammelt und bereitstellt, nein es macht mehr Spaß und ist auch erfolgreicher, wenn man das ganze mit thematisch zugehörigen Nachrichten anreichert. Wenn mir dabei etwas auffällt, dann frage ich auch mal nach.

Mein aktuelles Beispiel: Die neuen Pflegestützpunkte. Weil jeder seinen Laden “Pflegestützpunkt” nennen darf, den unbedarften Menschen dann gern betrügt, da wäre es schon schick, wenn man die “amtlichen” Pflegestützpunkte erkennen könnte – oder?

Also ich habe gefragt.

Am 2. Juni eine Mail an das Bundesminiterium für Gesundheit.

Hier der Text: [...]

Thema: Große weite Wirklichkeit, klein, aber ärgerlich | Kommentare (0) | Autor: cws

Nicht ernstlich Niggemeier nicht – also doch!

Mittwoch, 8. Juli 2009 12:22

Stefan Niggemeier, einer von Deutschlands beliebtesten Bloggern, hat es bemerkt: Das Wörtchen “nicht” wird oft und gern in deutschen Gesetzen verwendet.

Aber ist “nicht” wirklich der Bedarf, den unsere Gesellschaft braucht?  Mitnichten!
Nicht dem “nicht” sollten wir unsere Aufmerksamkeit schenken – knapp ist ein höheres Gut.
Woran scheint es uns zu mangeln?
Welches Wort sollte in den Gesetzen einen neuen, einen höheren Stellenwert finden?
Was sollte man geradezu gesetzlich vorschreiben vor jedem Nichttun und jedem Tun?

denken

Das Bundesministerium der Justiz schenkt und dankenswerter Weise die Möglichkeit eine Volltextsuche in allen Gesetzen und Verordnungen des Bundes. Frisch auf ans Werk, wir suchen.

Ich sage es gleich, es kommt wie es kommen muss.

In deutschen Gesetzen wird nicht gedacht!
Wo kämen wir da auch hin?

Thema: Große weite Wirklichkeit, klein, aber ärgerlich | Kommentare (0) | Autor: cws

Ich sitze gerade …

Sonntag, 22. Februar 2009 19:39

umts-stick… im IC 1920 auf der Fahrt von Dortmund noch Berlin. 

der t-mobile Web’ n’ walk Manager behauptet immer mal wieder ein Netz zu empfangen, aber er baut die Verbindung  nicht auf. Klasse, so macht Internet Spaß. Es ist wie früher, als wir noch unsere Bytes persönlich begrüßten, als sie einzeln eintrafen, wir einen Handshake hatten, und alles miteinander besprachen. Ja, so ein Akustikkoppler, das war ein solides Stück Technik. Mit dem konnte man reden, er reagierte, er gab Antwort – auf seine Weise. Damals hielten wir das für Störungen durch Fremdgeräusche, heute weiß ich, dass so ein Akustikkoppler auch eine Seele hatte. Er war sensibel, er hat uns wahrgenommen. wir hatten eine Beziehung. [...]

Thema: klein, aber ärgerlich | Kommentare (1) | Autor: cws