Sommer? Statistisch.

Mittwoch, 1. September 2010 20:49

Statistisch war dieser Sommer ein Grad zu warm. Das Grad muss wohl anderswo übrig geblieben sein, ich suche es noch.

Warum schreibe ich das jetzt, warum jetzt den Sommer beweinen?

Ganz einfach, ich habe heute das erste Mal das Wort “Nachtfrost” im Wetterbericht gehört. Ich glaube ich bin zu empfindlich, aber mich macht das depressiv, ein zu kurzer ‘sommer, ein kalter August und am 1.m September redet der Wetterbericht von Nachtfrost. Da stimmt was nicht.

Berlin, 1.9.2010 – 21.47 Uhr  13 Grad Celsius – abnehmend (netto) :)

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Die große Hitze oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi

Montag, 12. Juli 2010 16:34

Die große Hitze oder die Errettung Österreichs durch Legationsrat Dr. TuzziWenige Bücher darf man als Pflichtlektüre bezeichnen, hier ist eines, das ohne jede Frage dazu gehört.

Es ist wahrscheinlich das ultimative Werk zum Thema Hitze, Klimakatastrophe und Erderwärmung.

Es fügt allen beisherigen wissenschaftlichen Ansätzen zur Erklärung einen völlig neuen und überraschenden Blickwinkel hinzu. Es ist völlig unwissenschaftlich, es stammt aus einer Zeit, in der noch niemnd die bevorstehenden Klimaentwicklungen vorausgesehen hat, es gibt uns eine sehr österreichische Erklärung. Satire vom Feinsten.

Der ebenso satirische wie hintergründige Roman handelt von Ministerial-, Oberministerial-, Legations- und anderen Räten und zuletzt von der nicht mehr aufzuhaltenden Verösterreicherung der Welt, in einer Koalition aus Zwergen und Beamten rettet Dr. Tuzzi das Land vor der Hitze rettet, u. a. durch eine chymische Hochzeit und eine Pilgerfahrt nach Mariazell.

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Die Delle im Netz

Samstag, 19. Juni 2010 8:23

Fußballknick in den BesucherzahlenEigentlich wussten wir es vorher: Es gibt wichtigeres als Fußball, aber nicht jetzt.

Nun ja, jetzt gibt es wieder wichtigere Dinge als Fußball, aber während des Spiels Deutschland – Serbien bei der WM war das offensichtlich anders. Die Besucherstatistik zeigt, dass es eine Delle im Netz gab, während des Spiels. Jedenfalls da, wo es nicht um Fußball geht. - Gut so.

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RotRot plant die Wirtschaft in Berlin

Freitag, 4. Juni 2010 10:30

Es geht um das Wohl der kleinen Leute, auf beiden Seiten des Tresens!

Daniel Buchholz (SPD): “Es darf nicht sein, dass Tante Emma und Onkel Ali von diesen Geschäften verdrängt, durch Spielhallen oder 1-Euro-Shops ersetzt werden, alte Leute keine Lebensmittel mehr in ihrer Nähe kaufen können.”

Genau, wir wollen alle diese netten verschmusten Tante Emma-Läden! Gebt uns die Vergangenheit wieder!
[...]

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Von der Plapperkaste weggemobbt

Dienstag, 1. Juni 2010 7:15

Horst Köhler verstand sich als Bürgerpräsident. Er wollte ein Bürger sein, der seine Meinung, eine realistische Sicht auf die Welt ohne die Spielregeln der Parteipolitiker aussprechen wollte.

Eigentlich war Horst Köhler als Präsident genau der, der wir alle sein wollen. Er war im höchsten Staatsamt mit der Absicht einfach das zu sagen, was die meisten Menschen im Land denken, ohne die Fesseln der Political Correctness, aber doch unidiologisch Dinge auszusprechen, die sonst ungesagt blieben. Das war auch bei dem Interview so, das letztlich die Heuchelei ausgelöst hat, die ihn zum Rücktritt bewegt hat.

Mit dem Rücktritt von Horst Köhler sind letztlich wir alle gescheitert. Es ist endgültig die Hoffnung gestorben, dass ein normaler Mensch, einer wie Du und ich, der sagen will was er denkt, der offen ausspricht was er sieht, in der Politik überleben kann.

Heuchelei, Schönrederei, Falschheit und Prinzipienlosigkeit haben gegen den Menschen obsiegt, das ist die Tragik am Rücktritt von Horst Köhler.

Sein Rücktritt ist kein Wendepunkt, aber sein Rücktritt ist ein demokratisches Scheitern. Er hat für uns erklärt, dass es keinen Sinn hat gegen die Mikrobe der menschlichen Dummheit zu kämpfen. Arroganz und Falschheit sind in den Interviews vom Tage sind so deutlich zu erleben wie selten.

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Die Welt ist doch gerecht

Sonntag, 30. Mai 2010 10:21

Da müht sich ein großer Privatsender mit seit Jahren einen Superstar zu gebären, setzt auf harte Konkurrenz, Lärm und Brutalität. Anders kann man das Auftreten von Dieter Bohlen wohl nicht nennen.
Dann kommt die alte Tante ARD und und ploppt den Star mal eben in die Welt. Das Beeindruckende, es konnte so nur der alten Tante gelingen. Sie hat keinen Erfolgszwang und, das Wichtigste, sie ist ganz sie selbst, sie führt nichts vor, zelebriert sich nicht selbst Sie macht keinen Erfolg, in ihrer Behäbigkeit lässt sie ihn zu.

Die ARD hat es längst aufgegeben etwas zu erwingen, sie lässt geschehen. Sie gibt dadurch mehr kreativen Raum, als ein verspannter Herr Bohlen begreifen oder gar nutzen könnte.
Lenchen Meyer aus Hannover, mehr Deutschland geht nicht.

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