Lifeline – Lebensretter oder Gefährder?

Rettung aus bewusst herbeigeführter Seenot ist auch Rettung aus Seenot. Die Frage ist nur, ob es bei den Rettungsaktionen der „Lifeline“ Hobbisten wirklich Seenot ist.

Fahren die Boote der Flüchtlinge oder Migranten, die Wörter werden zunehmend synonym benutzt, wirklich aufgrund einer aktuelken, gegenwärtigen Bedrohung aufs offene Meer?
Oder fahren sie nur raus wenn sie wissen, dass ein Schiff auf sie wartet?

In dem Fall ist fraglich ob das Seenot ist, oder ob die Seenot nicht erst entsteht, wenn sie ihr „Taxi“ verpassen. Dann stellt sich unmittelbar die Frage nach der Verantwortung der Retter.

Wer sind die Retter? Handeln sie verantwortlich?
Sie sind ausgezogen, um Menschen auf hoher See aufzunehmen und über weite Strecken zu transportieren. Das ist kein Job für Hobbyschiffer.

Der Punkt ist:

  • Das Schiff ist als Sportboot registriert, nur war nie geplant das Schiff als Sportboot zu nutzen.  Es war immer „Seenotrettung“ geplant.
  • Dem Schiffsführer fehlt die Befähigung zur Führung von Schiffen auf Großer Fahrt (Kapitänspatent A6), er hat wohl eher einen Sportbootführerschein.

Natürlich sind auch Sportboote verpflichtet Schiffbrüchige zu retten, wenn keine andere Hilfe erlangt werden kann, nur  Schiffe die auslaufen, um Schiffbrüchige aufzunehmen, sind keine Sportboote  mehr, keine zufällig anwesenden Hobbyseeleute. Es sind verantwortungslose Gesellen, die professionelle Rettungsaktionen simulieren.

Damit gefährden sie Schiff, Besatzung und Gerettete. Es ist wohl zuerst den günstigen Witterungsumständen zu verdanken, dass es bis jetzt nicht zu einer Katastrophe gekommen ist.

Sollte man eventuell hier im Land Ermittlungen gegen den Trägerverein einleiten?

MISSION LIFELINE e.V.
Rudolfstraße 7
01097 Dresden

Infos zum Sachverhalt: Times of Maltahttps://www.timesofmalta.com/articles/view/20180702/local/lifeline-captain-arraigned-as-protesters-wait-outside-court.683377