Schlimm, schlimmer, Heiko

„Das Ganze scheint abgesprochen gewesen zu sein,“ sagte Maas an diesem Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es wäre schön, wenn das keine organisierte Kriminalität wäre, aber ich würde das gerne mal überprüfen, ob es im Hintergrund Leute gibt, die so etwas organisieren.“ So etwas passiere nicht aus dem Nichts, es müsse jemand dahinterstecken.
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Ich kann nur hoffen, dass dies eine der üblichen Dummschwätzereien des Heiko Maas ist, dass dies keinen sachlichen Hintergrund hat. 

Stellen wir uns vor, es gäbe diese vom (Bundes-)Minister vermuteten Strukturen. 
Was würde das bedeuten?
Was würde das über Parallelgesellschaften, über versteckte Netzwerke, über den funktionierenden Staat, über das für uns alle existenziell wichtige Gewaltmonopol des Staates aussagen?

Was würde es aussagen, wenn all diese Strukturen bisher völlig verborgen geblieben wären? Was, wenn nicht?

Ich hoffe was Maas hier sagt, das sagt mehr über ihn, als über irgendwelche Strukturen aus. 
Dann allerdings sagt es auch etwas über die Fähigkeiten und die Eignung des Ministers für sein Amt aus. Das fehlbesetzteste Amt in der ganzen Flüchtlingsdiskussion dürfte wohl der Bundesminister der Justiz sein. 

Das Interesse wird erloschen werden. Möglichst bald.

Polizeipräsident Albers bezeichnete die Übergriffe als „Straftaten einer völlig neuen Dimension“. Es sei ein „unerträglicher Zustand, dass mitten in der Stadt solche Straftaten begangen werden“. Auch NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) reagierte scharf: „Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen“, zitierte ihn der Kölner „Express“. 
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Es wäre schlimm, wenn die Überschrift zutreffen würde. 
Aber es gilt noch immer, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Natürlich müssen wir uns hüten diese Vokommnisse mit der aktuellen Flüchtlingssituation, oder gar dem Islam und seinem Gesellschafts- und Frauenbild zu verbinden. 

Es kann nur an unserer aller falschem Verhalten liegen, wir müssen unsere Anstrengungen steigern, um unserer Verantwortung für diese traumatisierten Menschen gerecht zu werden. 

Im übrigen sollte die Polizei am besten die üblichen Bekannten verhaften. Das da dann auch welche bei sind, die aus Casablanca kommen, ist natürlich Zufall. 

  
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Was wäre eigentlich an Reaktionen zu erwarten gewesen, wenn die Gruppe aus der heraus eventuell einzelne Unbekannte Straftaten begingen braune Springerstiefel an den Füßen gehabt hätten? 

Nachtrag: Passender Artikel in der FAZ – Gut, dass wir das Feuilleton haben, das wirds richten. Danke!

Zum neuen Jahr

Der Philosoph Martin Heidegger hat davon gesprochen, dass wir im Modus des ‚man‘ leben.

Wer im Modus des ‚man‘ lebt, der tut das, was alle tun – oder zumindest alle aus der Gruppe, zu der man dazugehören möchte. Man denkt und lebt, wie jedermann denkt und lebt. Man sucht nicht sein eigenes Leben, seine eigene Meinung, seine eigene Stimme. Man findet das gut, was alle gut finden. Man schwimmt mit der Masse. Mit einem individuellen, selbstbestimmten Leben hat das herzlich wenig zu tun.

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Das Man als das Wer des alltäglichen Daseins

Mit dem Terminus Man fasst Heidegger den kulturellen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund des Daseins. Der Mensch ist als kulturelles Wesen stets auf ein Überlieferungsgeschehen angewiesen und durch dieses bestimmt. Die Summe der kulturellen und gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen nennt Heidegger Faktizität. Von ihr kann niemals abgesehen werden, da sie wesentlich zum Mensch als kulturelles Wesen gehören. Wird dem Dasein seine Bestimmung durch die Tradition jedoch nicht bewusst, so ist es den vorgegebenen Verhaltensmustern und Anschauungen ausgeliefert. Diesen Zustand des Ausgelieferseins nennt Heidegger uneigentlich.

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