Scheinriese CO2 – oder die eingefrorene Erderwärmung

EisbgEs gilt als sicher, es ist eine anerkannte Tatsache, es ist wahr, Leugner schaden der Welt und stürzen uns in den Untergang. Wir wissen doch alle, dass es so ist!

Wir, alle zusammen und jeder für sich, machen das Klima mit unserem CO2-Ausstoß kaputt. Wir erzeugen die Erderwärmung, wir müssen etwas tun, dann können wir die Katastrophe aufhalten.

Möge der Weltklimarat Recht haben. Weltklimarat? Wer ist das eigentlich? Warum ist alles was von diesem Gremium kommt eigentlich „gottgegeben“?
Um es gleich zu sagen, nein ich bin kein Vollleugner sondern eher ein „Kausalzweifler“.

Es gilt als unumstößliche Wahrheit, dass der Klimawandel durch den menschengemachten CO2 Ausstoß verursacht wird.

In der Klimatologie ist es Konsens, dass diese gestiegene Konzentration der vom Menschen in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgase mit hoher Wahrscheinlichkeit die wichtigste Ursache der globalen Erwärmung ist, da ohne sie die gemessenen Temperaturen nicht zu erklären sind.
Wikipedia

Der Teil mit dem „nicht anders zu erklären sind“ scheint mir ein wichtiger Teil zu sein. In der öffentlichen Debatte ist er weitgehend verschwunden, weil er nach der Tatsachenfeststellung kommt und wir oft keine Begründung suchen sondern jemanden, der uns sagt wo es langgeht. Das leistet der Weltklimarat.

Die Erderwärmung findet statt, das halte ich auch für richtig, es gibt wohl vieles das dafür spricht. woran ich zweifle ist die einfache Kausalität des CO2.-Ausstoß. Ich zweifle an der amtlichen Theorie zur Entstehung der Erderwärmung, schlimmer: Ich halte es für gefährlich sich darauf zu verlassen.

Wir haben ein Problem: Globale Erwärmung. Wir haben eine Lösung: CO2-Ausstoß verringern.
Das ist eine prima Situation, wenn es denn so einfach ist. Wir wissen, was wir tun müssen. Alle Ausgaben und Anstrengungen sind begründet,  die Aufgabe ist klar und und wir können sie anpacken. Das gibt uns moralische Sicherheit und einen klaren Standpunkt für alles Handeln. Wir können Handeln und Handelnde in „Gut“ und „Böse“ einteilen. Wir haben Schuldige und Gutmenschen. Welch glückliche Situation. Kein Wunder, dass alle Welt begeistert die Steilvorlage annimmt. Was kann Politikern besseres passieren, als für das Gute zu streiten? Und so tun sie es denn. Wisschenschaftler, die die Theorie stützen sind die Guten, die anderen sind Leugner und gefährden unsere Zukunft. So etwas sollte man nicht fördern, lieber die unterstützen, die uns die Theorie noch besser ausarbeiten, die uns sagen, was wir tun können.

Das ist alles prima und ein echtes Stück heile Welt.

Aber es gibt da ein paar unbedeutende Probleme. Nicht, dass es keine „Erderwärmung“ gäbe, da liegt nicht das Problem. Der Einstieg in die Sorge ist ein anderer:

  • Seit 10 Jahren entwickelt sich die Erderwärmung nicht mehr wie vorausgesagt.
    Keiner weiß warum, aber was in 50 Jahren sein wird, das wissen wir genau.
  • Gleichzeitig schmilzt das Eis rund um den Nordpol viel schneler als vorausgesagt.
    Keiner weiß warum, aber was in 50 Jahren sein wird, das wissen wir genau.

Das sind nur zwei Punkte von vielen, die in der Diskussion langsam wieder Gehör finden. Nicht zuletzt flankiert durch das peinliche Datenleck auf dem Email-Server der führenden Klimaforscher.

Nochmal: Es geht mir nicht darum die Erderwärmung in Zweifel zu ziehen, ich will mich nur nicht auf die so praktische und simple Lösung CO2 verlassen. Gegen diesem einfachen Zusammenhang wird das Gewicht der Zweifel immer größer. Wir investieren viel Geld, schlimmer noch, wir investieren viel Zeit, in die Lösung des CO2-Problems. Wir verlieren alles andere dabei aus dem Blick. Wir sind auf die einfache Situation, die anscheinend lösbare Herausforderung, fixiert. Mit diesem Problem können wir umgehen, es ist greifbar. Es ist menschengemacht, es kann von Menschen gelöst werden. Was ist wenn es nicht stimmt?

Alle Welt spricht von CO2, alle Welt beschränkt sich darauf dieses Problem zu lösen, denn dann retten wir die Welt.
Wer rettet die Welt, wenn unsere Lösung keine ist? Was machen wir, wenn die Erderwärmung nicht wesentlich von uns gemacht ist, wir sie auch durch eine Änderung unseres Verhaltens nicht aufhalten können.

Horrorszenarien für den Fall, dass wir CO2 nicht reduzieren gibt es ausreichend, nur über die Lösung dieser Probleme denkt niemand nach, wir verhindern sie ja, wir kennen die Ursache, wir bekämpfen das Problem an der Wurzel. Dieser Kampf an der Wurzel entbindet uns scheinbar von der Pflicht die Probleme zu bekämpfen, die vor uns stehen, wenn wir den falschen Gegner bekämpfen oder den Kampf verlieren. Das sind dann nämlich Probleme jenseits von Gutmenschen und Weltrettung, dann sind es nämlich plötzlich wieder die alten und bösen Verteilungskämpfe. Dann haben wir kein gemeinsames Ziel mehr, bei dem wir die Verantwortung auch prima hin- und herschieben können, sondern wieder das alte schmutzige „Du oder Ich“. Das wollen wir nicht, das verkauft sich schlecht, das sehen wir lieber nicht. Ich fürchte aber, dass dies eines der Probleme sein wird, die sich durch liegen lassen nicht von selbst erledigen, sondern nur noch drängender werden. Das wird uns auf dem linken Fuß erwischen.

Mir scheint ein Eisberg das bessere Symbol für die Klimaerwärmung als der possierliche Eisbär Knut und seine gefährdeten Artgenossen.

Vier Fünftel des Eisbergs liegen unter Wasser,
sie sind nicht zu sehen bis man tiefer eintaucht.

Aber vielleicht kommt auch alles ganz anders und die Klimaänderung bringt weniger Horror, sondern unerwartete Vorteile. Bisher waren Warmzeiten gute Zeiten. Hoffen wir, dass die Statistik hier linear weiter geht.