Nochmal postfaktisch, aus aktuellem Anlass

Postfaktisch die Zweite:

„Einer, der nur Zeitungen liest und wenn’s hoch geht, Bücher zeitgenössischer Autoren, kommt mir vor wie ein hochgradig Kurzsichtiger, der es verschmäht, Augengläser zu tragen. Er ist abhängig von den Vorurteilen und Moden seiner Zeit, denn er bekommt nichs anderes zu sehen und zu hören. Und was einer selbständig denkt ohne Anlehnen an das Denken und Erleben anderer, ist auch im besten Falle ziemlich ärmlich und monoton.“  Einstein

Darin liegt vielleicht einer der Vorteile älterer Menschen, auch wenn sie „nur“ Zeitungen und zeitgenössische Literatur lesen, mit der Zeit wandeln sich die Moden und die Vorurteile.

Postfaktisch gab es hier schon hier

Fernsehen bildet!

Eigentlich ist der Mann Astrophysiker. Aber irgendwann hat er sein Talent als Erklärer entdeckt, andere haben es auch entdeckt – Fernsehsender. 

Prof. Harald Lesch, er hat uns zuerst das Weltall erklärt, dann die Zeit und später immer mehr Bereiche der Natur. Auch abseits von Physik und Sternen. Fersehen bildet, besonders die, die es machen, besonders in der Selbstwahrnehmung. 

Irgendwann hat ihn seine Popularität verleitet zu glauben was er denkt, nämlich uns nicht nur Sterne und schwarze Löcher erklären zu können. Irgendwann hat er angefangen zu glauben er sei ein Universalgenie. 

Schade, denn das ist er nicht. Irgendwann hat er angefangen nicht mehr eigenes Wissen seines Fachgebietes zu verbreiten, sondern uns zu erklären  was er zu wissen meint, was er sich angelesen hat. Er hat angefangen eigenes Wissen, angelesenes Wissen und Politik zu verwechseln. 

Ist so, das müssen wir einfach akzeptieren, die Wirklichkeit ist eindeutig, sie lässt nicht mit sich verhandeln. 

Jetzt hat er Masche und Arroganz zum persönlichen Höhepunkt gebracht. Auf dem Parteitag der Grünen. Aber er ist einfach schlecht. Es ist nur noch Masche, es ist nur noch substanzlose Show. Schade. 

Der Wald mit den vielen Bäumen die sich hintereinander verstecken.

Manchmal ist es schon erstaunlich. Die Erkenntnis liegt so nahe, dennoch bleibt sie unsichtbar.

Der FAZ gelingt es Frage und Antwort zu vereinen, aber dennoch die Lösung nicht zu sehen.
Ob das die Liebe zum fest gefügten Vorurteil gegen den einen oder die enttäuschte Liebe zum anderen ist? Liebe macht blind:


Es könnte einen Zusammenhang geben zwischen der Sehnsucht nach der versprochenen Geradlinigkeit und Klarheit des einen und dem Versagen des ideologischen Modells des anderen.

Aber, weil nicht sein kann, was nicht sein darf … .

Beide Teaser standen auf einer Seite nebeneinander, das ist ich bei jedem Aufruf so.

Der unsterbliche Fidel ist tot

Fidel Castro war immer und deshalb dachte ich, er würde immer sein.

Der ewige Revolutionär, der erste Unsterbliche.  Dann wird er erst krank und nun ist er auch noch tot.
Ich bin ein bisschen enttäuscht.

Es mag Zufall sein, genau in der Nacht als er starb sah ich im Fernsehen (ZDFinfo) einen Rückblick auf sein Leben und sein politisches Wirken. Besonders ist bei mir seine Aussage hängen geblieben, dass er eine repräsentative Demokratie anstrebe, dass er kein Amt anstrebe, dass er auf keinen Fall Präsident werden wolle. 

Das aber war wohl eher rhetorisches Beiwerk, denn schnell lernte er, dass er unersetzlich ist, nur er die Revolution zum Ziel führen kann. Er musste sich also beugen, er musste Kuba über 50 Jahre beherrschen, um das eigentliche Ziel zu erreichen:

Soziale Gerechtigkeit. 

Jetzt weiß ich endlich wer diese inhaltslose Phrase erfunden hat und was das ist. 
Fernsehen bildet.

ZDF-Mediathek

Hier für den echten Genießer eine kurze Ansprache (2:08:39)

E-Mobilität ist Stillstand.

E-Mobilität, Elektroautos die Technik der Zukunft?
Millionen von Elektroautos retten die Welt?
Sollten wir jetzt alle E-Autos kaufen?

Ich halte das für groben Unfug. Elektroautos sind eine Scheinlösung, eine ökologische Wunschblase, die mit der Realität nichts zu tun hat. 

Ich rede hier nicht von Hybrid-Autos, die nach 10 km oder 20 km mit einem Verbrennungsmotor weiterfahren. Dabei ist der ökologische Nutzen eher marginal, zumal der Accu meist mit der Energie des Verbrennungsmotors geladen wird. 

Nein, ich rede von „richtigen“ E-Autos. 
Da scheint es mir noch ein paar Probleme zu geben, die nicht ideologisch wegduskutiert werden können.

Reichweite.
Angaben zur Reichweite sind meist auf einen lauen Frühlingstag in Kalifornien bezogen.
Was bedeutet das im deutschen Herbst und Winter? Heizung, Scheibenwischer, Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Licht. Was bleibt da an Reichweite? Was da bleibt reicht für zu viele nichteinmal für die Fahrt zur Arbeit. 

Aufladen des Accus.
Das Aufladen des Accus dauert noch viel zu lange. Niemand will, ideale Bedingungen vorausgesetzt, ein Auto bei dem er alle 200 km eine Stunde den Accu laden muss. Wer sich ein E-Auto als ökologisches Gewissen kaufen kann, es nicht für den Alltag und den (Kurz-)Urlaub mit Kindern und Gepäck braucht, der mag das tun, aber mit Alltagstauglichkeit hat das nichts zu tun.

Ladestationen.
Der Villenbesitzer mit Doppelgarage mag sich den elektrischen Zweitwagen und die Starkstromladestation leisten können. Wenn ein paar tausend Euro für die Elektrotankstelle in der Garage und den neuen, verstärkten Hausanschluss keine Rolle spielen – Ok.
Aber das taugt nicht für eine elektrische Massenmobilität.
Wo läd der Mieter, der froh ist wenn er überhaupt einen Parkplatz in der Nähe findet, sein Auto?
Das braucht eine völlig neue Infrastruktur. Dafür fehlt das Stromnetz, das bestehende Netz gibt das nicht her. Weder in der Produktion noch bei der Verteilung. Da reicht es nicht etwas zu beschließen, es müssen auch Straßen aufgerissen und neue Stromleitungen verlegt werden. Es müssen viele Millionen Ladestationen installiert werden, damit jeder immer und überall Zugang hat.
Der Strom darf dann aber nicht einfach nur aus der Steckdose kommen, es muss „sauberer“ Strom sein, sonst ist das E-Auto schmutziger als ein alter Diesel. Der Strom muss zusätzlich produziert werden, das bedeutet, dass er nur durch den Bau von AKW zu erzeugen ist.

Umweltschutz.
Lassen wir das ungelöste Problem der Stromproduktion mal außen vor.
Welche Rohstoffe brauchen wir für die Accu-Produktion?
Wenn der Accu nach drei oder fünf Jahren „verbraucht“ ist, ist er sinnvoll zu recyclen? Welche Schadstoffe, Probleme fallen bei der Entsorgung an? Gibt es dafür Lösungen im großindustriellen Maßstab? Es sind nicht ein paar tausend Accus, es sind dutzende von Millionen Accus – allein in Deutschland.

Im Ergebnis hat Elektromobilität aus zwei Gründen noch keinen Sinn:

  • Die vorhandene Accu-Technologie ist völlig unzureichend.
  • Die erforderliche Ladeinfrastruktur ist zur Zeit nicht realisierbar. Nicht die Produktion, nicht die Verteilung.

E-Mobilität ist noch ein völliger Unsinn. 

Das eigentliche Ziel dieses ökologischen Umbaus ist faktisch das Verbot der individuellen Mobilität, die staatlich gesteuerte Mobilität. 

Wollen tut sie schon, aber kann sie auch?

Frau Merkel will nochmal Kanzler. Sie glaubt wohl fest daran, dass sie dem Land noch etwas geben kann, etwas das ebenso unverzichtbar wie alternativlos ist. 

Wenn es so weiter geht bis zur Wahl, dann könnte ein Ergebnis herauskommen, das es Frau Merkel schwer macht. 

  • CDU/CSU 28%
  • AFD 18%
  • SPD 16%
  • Grüne 14%
  • Linke12%
  • FDP 6%

Aktuell sind die Zahlen noch deutlich anders, aber es stehen noch Wahlen in Europa ins Haus, die einen Zuwachs beim Mut zu unkonventionellen Entscheidungen stärken könnten. 

Frau Merkel hat den Bezug zu den Menschen und zum Leben im Land verloren. Das ist wohl als Bundeskanzler nach einer langen Zeit im Amt auch nicht zu vermeiden. Als Kanzler lebt man nur noch in einer berichteten, in einer nur mittelbar erlebten Realität. Ein normales Leben ist schlicht unmöglich. Das muss zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität  führen. Das ist nicht versagen, sondern unvermeidlich. 

Es ist dann die große politische Persönlichkeit erforderlich die das sieht, nicht als persönliches Versagen wertet, sondern als unvermeidliches Ergebnis des Jobs. 

Eine größere Persönlichkeit als Frau Merkel würde wissen, auch sie ist ersetzbar. 

Eine größere Persönlichkeit als Frau Merkel wüsste, dass sie die Geschichte nicht zu einem Ergebnis führen kann, sondern nur eine Weile mitgestalten konnte.

Eine größere Persönlichkeit als Frau Merkel wüsste, dass diese Weile aber auch enden können muss. 

Die Wähler wissen meist recht gut wann die Zeit gekommen ist. In Deutschland ist sie gekommen.