Was sind Schiffbrüchige?

Schiffbruch ist ein Unglück mit einem Schiff auf dem Wasser, bei dem das Wasserfahrzeug in Seenot geraten ist und aufgegeben werden muss.  
Ursachen hierfür sind u. a. Havarie, Kentern, Stranden, Auflaufen auf Felsen oder Riffe, Untiefen, schwere Schäden (z. B. Feuer, Leck) oder Verwicklung in Tang (siehe Sargassomeer).  
Die Passagiere und die Schiffsbesatzung müssen sich retten und Hilfe holen.
Sie gelten als Schiffbrüchige.
Unter einen Unglück versteht man einen Unfall.
Ein Unfall ist ein plötzliches, unvorhergesehenes, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis.

Soweit aus Wikipedia zitiert, so auch das allgemeine Verständnis des Begriffs „schiffbrüchig“.

Auf dem Mittelmeer gibt es keine Schiffbrüchigen, sondern Flüchtlinge, die sich vorsätzlich in eine Notsituation bringen, um gerettet zu werden. 

Das mag ein gerechtfertigtes Mittel sein, um einer verzweifelten Lebenssituation in der Heimat zu entkommen, die Flüchtlinge haben ein Recht auf menschlich anständige Behandlung, vielleicht auch auf Aufnahme in Europa. 

Aber: 

Es sind keine Schiffbrüchigen und sie sind nicht in Seenot geraten

Gerechte Verteilung!

Wieder mal muss gegen Ungerechtigkeit gekämpft werden.

Diesmal gegen die ungerecht verteilten Flüchtlinge, Asylbeweber in der EU.

Dafür will die EU-Kommission jetzt einen Verteilungsschlüssel anwenden:
Flüchtlinge sollen nach einem Schlüssel verteilt werden, der aus den Faktoren Bruttoinlandsprodukt, Bevölkerungszahl, Arbeitslosenquote und der früheren Zahl von Asylbewerbern der Mitgliedsländer zusammengesetzt ist.

Was ist daran gerecht?

Gerecht kann das nur sein, wenn die Länder auch eine gemeinsame Flüchtlingspolitik betreiben. Länder, die die europäische Flüchtlingspolitik ablehnen, die lieber die Grenzen schlössen, wie in Australien, werden das ungerecht finden. „Die anderen holen die Leute ins Land, und wir sollen sie aufnehmen“. 

Großbritannien und Frankreich haben Flüchtlinge, die formal keine sind. Flüchtlinge, besser Zuwanderer, die Briten oder Franzosen sind, die aus den ehemaligen Kolonien kommen. Das sind Personengruppen mit denen es schon jetzt erhebliche Probleme gibt. 

Man kann die Zurückweisung der Flüchtlinge eine unmenschliche Politik nennen, aber noch steht es jedem Land zu, seine eigene Politik zu machen. 
Die muss dann aber auch ausgesprochen und mit gemeinsamen Beschlüssen an den Grenzen umgesetzt werden. Wenigstens erwarte ich von den Verweigerern der Aufnahme klare Vorstellungen von dem, was an der Südgrenze der EU passieren soll. 

Was tut die Britische Marine im Mittelmeer oder was tut GB in Nordafrika, in Syrien, um die Zuwanderung zu begrenzen?

Auf der anderen Seite sind die Guten, die Gerechten. Sie rufen „lasst mehr Zuwanderer ins Land, öffnet die Grenzen, baut Brücken, wir brauchen die zuwandernden Menschen“. Da würde ich sagen: Ihr wollt sie, dann nehmt sie auch. 

Die Linke ruft nach mehr Willkommenskultur, nach mehr Aufnahmebereitschaft, dann soll sie dort wo sie regiert das bitte auch umsetzen und die Quote übererfüllen.

Forderungen und Handlungen müssen zusammenpassen, sonst ist Politik verlogen. 

Bremen – Deutschland im Kleinen

Die deutsche Situation spiegelt sich in Bremen. 

Es gehen nur rund 50% der Bürger zur Wahl. Die Regierenden verlieren massiv Stimmen, aber das ändert nichts. Hätte sich die Koalition geändert, hätte sich wohl auch nichts geändert. 

Das Wahlrecht ist kompliziert, es stehen nicht genug Auszähler zur Verfügung. Die Auszählung wird durch ein Stromausfall behindert. – Das vorläufige amtliche Endergebnis wird wohl Mittwoch feststehen. 

Im Spiegel-online Artikel zum Wahlergebnis wird die niedrige Wahlbeteiligung nicht einmal erwähnt, Dafür aber, dass die SPD Generalsekretärin Fahimi sich am Nachmittag zur Wahl äußern will. 

Absurdistan. Aber alle beteiligten Schauspieler der Demokratie finden es ganz normal. 

Gleichzeitig, auf der Startseite der Frankfurter Rundschau: 

Legalisierung von Cannabis – das Thema hat am Samstag mehr Menschen als in den Vorjahren auf die Straße gelockt: „Bier macht dick, Schnaps macht krank, ich bin Kiffer, Gott sei Dank.“ 

Die mehr Menschen als in den Vorjahren waren ganze 600 Demonstraten. Gleich danach Meldungen zur Präsitentschaftswahl in Polen und die Schlagzeile „Mazedonien am Abgrund“ (In dem europäischen Land droht ein Bürgerkrieg).

Absurdistan …

Das Sturmgewehr im Wasserglas

Wie steht es bei Wikipedia im Artikel über das amerikanische M16, das Standardgewehr der US-Armee

Als Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Koreakrieg sowie aus einem entsprechenden Forschungsprogramm (SALVO) kam man zu der Auffassung, dass eine hohe Feuergeschwindigkeit und großer Munitionsvorrat für den Soldaten wichtiger seien als Präzision und Reichweite

  • Vorab, ich war nie Soldat (Berliner, geb.1951) und hatte nie eine Waffe in der Hand. Nicht aus Überzeugung, sondern einfach weil es sich nie ergeben hat. 

    Als sachfremdem Außenstehenden fällt mir aber trotzdem etwas bei der ganzen Debatte um das Standardgewehr der Bundeswehr auf nachdem ich versucht habe die Diskussion um das G36 zu verstehen. 

    Die Beschaffungsentscheidung fiel wohl 1993. Zu dieser Zeit dachte niemand an einen Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afganistan. Erst zu Guttenberg nannte den Krieg einen Krieg, das muss 2009/2010 gewesen sein. 

    Der Entscheidung für das G36 war sicher eine Jahre dauernde Planung für dessen Einsatzbedingungen vorausgegangen, es muss damals ein “Pflichtenheft”, eine Leistungsbeschreibung gegeben haben, der muss die Waffe entsprochen haben.
    Die Entscheidung damals war wahrscheinlich vom Denken der 80er Jahre und dem Konflikt mit dem Warschauer Pakt geprägt. 

    Mir kommt es vor, als sei das Gewehr nicht für den jetzigen Einsatzzweck beschafft worden. Für mich klingt es nach einer Waffe für den einzelnen Soldaten, der einzelne Gegner damit bekämpfen kann, als Ergänzung, letzten Teil einer Kette hinter Luftwaffe, Artellerie und Maschinengewehr. Der reale Einsatz scheint dem aber nicht zu entsprechen.

    Mir scheint es wurde ein Gewehr bestellt mit dem der normale Soldat Einzelziele, einzelne Gegner bekämft. Ich vermute, dass der normale Soldat auf 200 oder 300 Meter Probleme hat ein Ziel genau zu erkennen, geschweige es zu treffen. Egal wie präzise die Waffe ist. 


    Schon das wohl standardmäßige 30 Schuss-Magazin klingt nicht wirklich nach einem beabsichtigten Dauerfeuer, eher nach “hoffentlich trifft einer” von 3 Schüssen auseinem kurzen Feuerstoß. Schließlich muss die Munition ja vom Soldaten „am Mann“ mitgeschleppt werden. 

    Wenn ich also in etwa richtig liege, dann ist vielleicht nicht das Gewehr schlecht, sondern es wird Mangels passender Ausrüstung für Zwecke eingesetzt, für die es nicht gebaut wurde. Es wird das Fehlen von Eigenschaften beklagt, die es nie hatte und auch nie haben sollte. 

    Dann aber hat die militärische Führung versagt, denn welche Waffe in welchem Einsatz die richtige ist, das sollten bitte keine Politiker entscheiden.
    Ich muss unweigerlich an den Starfighter denken. Damals gab es auch eine riesige Aufregung. Letztlich war es aber wohl so, dass ein Jagdflugzeug kein Bomber ist, nur weil es politisch gewollt ist. 

    Ich würde mich freuen, wenn die Fachleute und Praktiker, die es sicher gibt, in der Berichterstattung deutlicher zu Wort kämen. Die Generalität schweigt ja bisher, zumindest habe ich noch keinen Bericht gelesen in dem ein militärisch Verantwortlicher oder gar Afganistan-Vetranen befragt worden wäre.

Varoufakis – Der Ver-Spieler

Varoufakis ist Mathematiker und Ökonom. Sein Gebiet ist die Spieltheorie, also die Frage mit welcher Strategie man gewinnt.

Es gibt dazu viele kluge Abhandlungen, viele umfangreiche wissenschaftliche Strategien. Das Problem, keiner weis so recht wer mit wem worum eigentlich was spielt.

In der Diskussion um Griechenland werden zwei Verhaltensmodelle der Griechen vereinfacht so beschrieben:

Das eine Modell: Varoufakis droht vom Hochhaus zu springen, wenn die Anderen nicht tun was er will, und sie müssen mit der Schuld leben.

Das andere Modell: Zwei Autos rasen frontal aufeinander zu. Wenn keiner ausweicht sind beide tot. Wer zuerst ausweicht hat verloren.

Die Sache hat nur einen Haken. Es ist in beiden Fällen dasselbe Spiel, immer das mit dem Hochhaus, denn Griechenland sitzt im Smart, die anderen im 38-Tonner. Wenns knallt stirbt wieder nur der eine Spieler.

Letztlich kommt es nur auf die Frage an, ob es irgendjemanden interessiert, wenn Griechenland untergeht. Varoufakis tut alles dafür, dass die Leute rufen: Spring endlich, deine lächerliche Droherei nervt nur noch.

Griechenland will eine Insolvenz mit sofortigem Schuldenerlass und anschließender Verrentung.

Möge Zeus den Finanzministern der Euro-Zone einen Rest an Verstand geben, und den Griechen einen angenehmen Flug.

Nicht wir entscheiden ob die Griechen springen, sondern nur sie selbst.

Russlands Garantie für die Grenzen der Ukraine

Nach Ende der Sowjetunion besaß die Ukraine eine immense Zahl an Atomsprengköpfen. Die gab sie an Moskau ab für Sicherheitszusagen aus Russland, USA und Großbritannien.

Kiew bot sich die Gelegenheit, von Moskau die Anerkennung seiner Grenzen in einem völkerrechtlich relevanten Vertrag zu bekommen.

Heute könnte es jedoch einen großen Verlierer dieser Abmachung geben: die Ukraine. Denn Papier ist geduldig.

So stand es in der Welt vom 1.3.14, also vor einem Jahr.

Heute ist klar, die russischen Zusagen sind nichts wert. Russland hält sich nur an Verträge, wenn es muss, ansonsten zählt nur Machtpolitik.
Das gilt wohl in allen Bereichen, nicht nur nach außen, auch nach innen.

Was sagt uns das?
Russland ist nicht nur keine Demokratie, sondern auch kein Rechtsstaat.
Russland ist von Willkür beherrscht.
Russland ist kein vertrauenswürdiger Partner, kein Partner für Verträge oder Investitionen.

Merkel: Auch Aufrüstung stoppt Putin nicht.
Gemeint ist Aufrüstung der Ukraine, aber die Frage nach einer Aufrüstung der Nato, um die offensichtlich erforderliche Abschreckung zu gewährleisten, steht natürlich im Raum.
Was ist der Standpunkt Russlands?

Und wie den Konflikt deeskalieren? Wenn sich die Regierung in Kiew mit den Aufständischen in der Ostukraine zusammensetze und praktische Absprachen treffe, dann könne es schnell zum Frieden führen, und Russland könne sogar als Garantiemacht fungieren

FAZ
Russland als Garantiemacht? Hatten wir da nicht gerade ein Problem?

Wieder kalter Krieg um den richtigen zu verhindern? Das kann niemand wollen, jedenfalls wird es niemandem nutzen. Das wirft Russland aber auch uns politisch weit zurück, und wirtschaftlich verbaut es allen Beteiligten viele Chancen.

Wo er Recht hat, hat er Recht

Man kann eine Form von Autosuggestion darin erkennen, eine Reaktion auf die zunehmende und verstörende Komplexität der Welt: Man erfüllt sich den Wunsch nach Klarheit, nach Eindeutigkeit und nach Einfachheit per Deklaration: Das ist jetzt aber wahr, weil es wahr sein soll. Gefälligst.

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