Vielleicht besteht die Krise des gedruckten Journalismus weniger in der Bösartigkeit seiner vermeintlichen Gegner und Ausbeuter, sondern einfach darin, dass es für das Produkt keine Kunden gibt?
Ok, so wörtlich stimmt das nicht, aber wenn wir auf einem anderen Gebiet auf unser Weltbild schauen, dann stimmt es noch immer.
Wir glauben noch immer, dass wir die Größenreferenz allen Existierenden sein würden.
Die Grenzen von Groß und Klein bestimmen wir durch die Grenzen unserer Erkenntnis. Wir sind da quasi in der Mitte. Nach oben gibt es das Universum, nach unten suchen wir stets nach neuen Elementarteilchen. „Ich bin der Mittelpunkt der Welt! Oder: Warum denken wir noch immer, dass sich die Sonne um die Erde dreht?“ weiterlesen
„Der Atem des Randalierers roch nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird?.“ Der Spiegel
So ist das, nicht nur in London. So ist das bei jedem von uns. Verstecken, wegducken, nicht beteiligt sein als Schutz vor Gewalt.
Es geht auch anders. Das zeigen uns aber nicht etwa mutige Bürger, engagierte Helfer, sondern Rindviecher. Gnus in der afrikanischen Steppe. Die lassen ihre Mitgnus nicht allein, die wissen es besser als die zivilisierten Menschen in ihren Bürouniformen oder Freizeithosen: Vereint sind auch die Schwachen mächtig.
Bestattungsunternehmer sind nicht immer steife, betroffene Herren in schwarzen Anzügen.
Es geht auch anders, in Guatemala ist der Tod offenbar weniger mit Tabus belastet.
Aus unserer Sicht wohl eher grenzwertig Der Spot der Funeraria López – Bestattungsinstitut López
Ist es sinnvoll, wenn Klopapier nach seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch noch 20 Jahre unverrottbar bleibt?
Warum müssen Dinge deren Sinn darin besteht kaputt zu gehen so gebaut sein, dass sie nach 30, 40, 50 oder 60 Jahren noch einwandfrei funktionieren? „Qualität ist Scheisse“ weiterlesen
Was ist Qualitätsjournalismus, was ist keiner?
Die Frage stellt sich aktuell, weil die Verlage eben dafür, dass sie diesen besonderen Journalismus bieten einen besonderen Schutz verlangen. Es ist also interessant herauszufinden, ob sie liefern, was sie schützen wollen.
Sich selbst zu zitieren ist vielleicht eitel, mag sein. Gilt hier nicht, es dient nur dazu, dass ich selbst nicht vergesse was ich heute sage.
Die Probleme um das Leistungsschutzrecht könnten grundsätzliche Bedeutung für die Presselandschaft der Zukunft haben. Ich möcht später noch wissen, was ich heute gesagt habe.
Traut sich keiner der etablierten Qualitätsjournalisten etwas gegen Springer zu sagen? Haben alle Angst, dass Springer mit ihnen Fahrstuhl fährt?
Es geht um die Rettung des Qualitätsjournalismus, also zuerst um „Bild“ und „BamS“, dann auch um „Welt“ und „WamS“. Es geht also um die Rettung der Welt.
Google soll zahlen wenn sie auf Presseerzeugnisse linken, dazu aber daraus zitieren. Das wollen die Verlage, allen voran Springer, verhindern. Naja, nicht verhindern, sie wollen es bezahlt haben. Verhindern könnten sie es sofort.