Das Wichtigste zuerst, der Salon-Antisemit versteht sich nicht als Antisemit, denn er weis: Antisemitismus ist gesellschaftlich tabu. Der Salon-Antisemit ist also nach seinem Verständnis keiner. Um dies zu verdeutlichen ist er ein Freund Israels. Er mag „Die Juden“.
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Autor: cws
Es wird wärmer, ein Rekord jagt den nächsten. Die NASA hat es bestätigt.
Die Klimakatastrophe ist unaufhaltsam, wieder ein Fast-Rekordjahr.
2012 zählt zu den 10 wärmsten Jahren seit Beginn
der Zeitrechnungkontinuierlicher weltweiter Messungen vor gut 130 Jahren.Seit 1880 sei die jährliche globale Durchschnittstemperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen, was den Trend der globalen Klimaerwärmung bestätige.
meldet Spiegel online.
Dazu kann ich nur sagen: Faszinierend.
Wieder mal ein Bericht, der meinen festen Glauben an die Klimaerwärmung eher erschüttert als befördert.
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Die Rückkehr der Wirklichkeit
Wir sehen hin und sehen was da ist, wir merken, dass etwas nicht stimmen kann, das etwas nicht mit unseren Erfahrungen, nicht mit unserer Weltsicht zusammen passt, dass es einfach nicht so sein kann. Wir machen uns das aber selten bewusst, wir verzichten auf die Beantwortung der Frage: Was psst nicht? Was stimmt nicht?
Dann bekommen wir es erklärt und sehen etwas anderes. In dem Moment lösen wir uns von dem, was wir schon wussten und lassen uns eine andere, vielleicht falsche Sicht unterschieben.
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Der Salon-Antisemitismus ist gefährlicher als die Springerstiefel auf der Straße
Das vernünftigste was ich zum Antismenitismusvorwurf gegen Augstein gelesen habe steht in einem Interview auf Cicero-online
Dort wird nämlich die Frage gestellt: Was macht eine Äußerung antisemitisch?
Es geht immer darum: Was sagt wer, wann, vor welchem Hintergrund, mit welcher Absicht? Ist es Indifferenz, Unkenntnis, oder tatsächlich Absicht?
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Kunstschnee
Kein Fangschuss des Waidmanns, aber Großer Sport auf bild.de
Der Waidmann:
Die Hetzjagd ist eine Form der Jagd, bei der das Wild von Hatzhunden auf Sicht verfolgt und gefangen wird. Größeres Wild muss bis zum Eintreffen der Jäger am Boden gehalten werden.
Die Hatz ist heute auf wenige als Schädlinge betrachtete Tiere, z.b. Ratten beschränkt.
Zuerst also die Hatz auf die Beute, Bild jagd waidgerecht. Arbeitet nach den Regeln des Waidmanns, oder den Regeln der Kunst des Qualitätsjournalisten.
Kühl bleiben, den Sieg kalt genießen, ohne die feuchten Lefzen der Jagdhunde. Das macht den Reiz der Hatz.
Aber so richtig klappt es dann doch nicht mit dem kühlen Gemüt. Die Beute liegt am Boden, sie ist öffentlich, persönlich und menschlich vernichtet. Doch jetzt kommt nicht der waidgerechte Fangschuss, sondern der sportliche Teil.
Der Sportsmann:
Nachtreten ist ein Begriff, der ursprünglich aus dem Fußball stammt. Er bezeichnet eine Tätlichkeit gegen einen Spieler, der nicht mehr am aktiven Spielgeschehen teilnehmen kann und z. B. nach einem Foul am Boden liegt, aber dennoch getreten oder weiter verletzt wird.
Natürlich macht das, in Anbetracht der jagdlichen Leistungen und der größe der Beute kein Neujäger oder Frettierer. Das macht der Chef selber, das steht ihm zu.
Jetzt fehlt noch der Tod der Beute, das gäbe gute Gelegenheit die menschliche Seite zu zeigen, das Mitgefühl für das Schicksal eines Gescheiterten.:
Wir waren bei ihm, in guten und in schweren Tagen, im Aufzug rauf und runter, immer an seiner Seite, ein menschlicher Verlust.
Halali und Waidmanns Dank.
Organspende. Mord auf dem OP-Tisch? Oder besser eine Klingel im Sarg?
Organspende ja, aber erst wenn ich tot bin, wenn ich sicher bin, dass ich tot bin. Eigentlich wollen wir das selbst enscheiden, dass wir tot sind, wenn wir tot sind. Naturgemäß ist dieser Wunsch nicht ganz leicht zu erfüllen.
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Ich will mehr Scholl-Latour und nie wieder Diekmann.
Vielleicht besteht die Krise des gedruckten Journalismus weniger in der Bösartigkeit seiner vermeintlichen Gegner und Ausbeuter, sondern einfach darin, dass es für das Produkt keine Kunden gibt?
Vielleicht ist das Produkt einfach sein Geld nicht wert?
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Ich bin der Mittelpunkt der Welt! Oder: Warum denken wir noch immer, dass sich die Sonne um die Erde dreht?
Ok, so wörtlich stimmt das nicht, aber wenn wir auf einem anderen Gebiet auf unser Weltbild schauen, dann stimmt es noch immer.
Wir glauben noch immer, dass wir die Größenreferenz allen Existierenden sein würden.
Die Grenzen von Groß und Klein bestimmen wir durch die Grenzen unserer Erkenntnis. Wir sind da quasi in der Mitte. Nach oben gibt es das Universum, nach unten suchen wir stets nach neuen Elementarteilchen.
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Von Löwen, von Rindviechern und der Dummheit der Menschen – Oder: Mehr Gnus in die U-Bahn!
„Der Atem des Randalierers roch nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird?.“
Der Spiegel
So ist das, nicht nur in London. So ist das bei jedem von uns. Verstecken, wegducken, nicht beteiligt sein als Schutz vor Gewalt.
Es geht auch anders. Das zeigen uns aber nicht etwa mutige Bürger, engagierte Helfer, sondern Rindviecher. Gnus in der afrikanischen Steppe. Die lassen ihre Mitgnus nicht allein, die wissen es besser als die zivilisierten Menschen in ihren Bürouniformen oder Freizeithosen: Vereint sind auch die Schwachen mächtig.
Den Ton sollte man vorher abstellen.
